Allgemeine Wettbestimmungen der IBA Entertainment Limited, Malta für Sportwetten in Annahmestellen

Die Firma IBA Entertainment Limited, bietet den Abschluss und die Vermittlung von Wetten aus Anlass sportlicher Veranstaltungen an. Die Firma versichert, eine entsprechende Lizenz in ihrem Ursprungsland für den Abschluss und die Vermittlung solcher Wetten zu haben. Mit der Entgegennahme der Wetten ist die Annahmestelle beauftragt. Für den Wettabschluss und die Entgegennahme sind folgende Bedingungen verbindlich:

I. Allgemeine Regelungen zur Abgabe und Auszahlung von Wetten

1. Für alle Wettverträge, die mit dem Wetthalter geschlossen werden, gelten die nachstehenden Allgemeinen Bestimmungen. Mit Abschluss der Wette erklärt der Wettnehmer, dass er die im Wettbüro deutlich sichtbar ausgehängten Wettbedingungen zur Kenntnis genommen hat und deren Geltung für die Wette anerkennt.

2. Parteien eines zustande kommenden Wettvertrages sind ausschließlich einerseits der Wettkunde und andererseits der Wetthalter, die Firma IBA Entertainment Limited, mit Sitz in Malta.

3. Der Wettkunde erklärt mit Abgabe der Wette:
a) dass er mindestens 18 Jahre alt ist. Der Wetthalter bzw. die Annahmestelle ist berechtigt, eine Ausweisleistung zu verlangen.
b) vom Ausgang des, der jeweiligen Wette zugrundeliegenden Ereignisses vor Vertragsabschluss keine Kenntnis zu haben.
c) dass er an keinen Manipulationen beteiligt ist oder sein wird, die den Ausgang eines oder mehrerer von ihm bewetteten Ereignisse beeinflussen könnten. Ebenso, dass er von Manipulationen bei diesen Ereignissen keine Kenntnis hat.
d) dass die Mittel, mit denen er seinen Wetteinsatz bestreitet, aus keiner gesetzlich unerlaubten Handlung stammen und ihm zu seiner freien Verfügung stehen.
e) dass er Kenntnis genommen hat von den Informationen zum Thema Spielsuchtgefahr bei Wetten. Ebenso, dass er nicht bei anderen privaten oder staatlichen Glücksspiel- oder Wettunternehmen eine Selbstsperre beantragt hat oder dort gesperrt ist.
f) dass er die Wette für sich selbst als Einzelperson und nicht im Auftrag oder im Verbund mit anderen spielt.

4. Das Wettereignis, auf dessen Eintritt gewettet werden kann, wird vom Wetthalter bestimmt. Er behält sich das Recht vor, jederzeit Wettereignisse aus dem Programm zu nehmen oder zu sperren. Der Wetthalter bzw. die Annahmestelle ist jederzeit berechtigt, die Annahme von Wettangeboten ohne Angabe von Gründen zu verweigern, die Höhe der Wetteinsätze vor Annahme der Wetten zu begrenzen und/oder Quotenänderungen vor Wettabschluss vorzunehmen. Auch liegt es in seinem freien Ermessen, Quoten und Auszahlungslimits für den Wettkunden verbindlich festzulegen.

5. Der Wettvertrag kommt durch Annahme eines Wettangebotes zustande. Maßgeblich für die Gültigkeit der Wette ist die im Computer unter der Wettscheinnummer abgespeicherte Wette. Für die Auslegung des Vertragsinhaltes sind die Aufzeichnungen des Wetthalters maßgebend. Der Wettkunde akzeptiert mit der unbeanstandeten Entgegennahme des Wettscheines dessen Richtigkeit. Wettscheine sind sofort bei Entgegennahme auf Ihre Richtigkeit und Vollständigkeit hin vom Kunden zu überprüfen. Spätere Beanstandungen werden nicht berücksichtigt. Die Stornozeit, dies ist der Zeitraum in dem ein Wettschein nach Wettabgabe noch storniert werden kann, beträgt 10 Minuten. Dieser Zeitraum kann jederzeit vom Wetthalter geändert werden. Livewetten und Automatenwetten sind grundsätzlich nicht stornierbar.
Die Wettabgabe ist in Wettvertriebsstellen in Schleswig-Holstein nur in Verbindung mit der Verwendung einer Kundenkarte möglich. Der Kunde muss sich vor Wettabgabe registrieren lassen; bei Wettabgabe erfolgt die Authentifizierung des Kunden. Die Buchung der Wetten und Geldtransaktionen erfolgt direkt über das Spielkonto. Wettgewinne werden dem Spielkonto nach endgültiger Bewertung der Spielereignisse gem. § 6 VIII GGVO automatisch gutgeschrieben. Der Kunde kann jederzeit Teilbeträge oder das gesamte Guthaben seines Spielkontos zur Auszahlung bringen lassen. Bei Auszahlungen über 100 Euro ist die Vorlage eines Lichtbildausweises des Kunden gefordert. Bei Wetten, die auf Kundenkonten gebucht werden, ersetzt die im System des Wettveranstalters verzeichnete Buchung auf dem Kundenkonto den Wettschein. Der Wettschein, der dem Kunden ausgehändigt wird, wenn die Wette über die Kundenkarte / das Kundenkonto gebucht wird, ist in diesem Fall nur noch eine informative Quittung über die abgegebene Wette und keine Grundlage für den Auszahlungsanspruch.
Diese Regeln gelten im Übrigen für alle Bundesländer, soweit Wetten über Kundenkonten abgewickelt werden (zum Beispiel bei der Verwendung von Kundenkarten).
Der Wetthalter ist berechtigt, von sich aus Schreib-, Rechen- oder Quotenfehler jederzeit – auch nach Vertragsabschluss – zu berichtigen oder die jeweilige Wette für ungültig zu erklären. Es besteht für den Wetthalter keine Verpflichtung, Zusatzangaben wie Wettbewerbsart (z.B. Ligaspiel oder Pokalspiel), verkürzte/verlängerte Spielzeiten (z.B. bei Freundschaftsspielen, Miniturnieren, Hallenturnieren, etc.), Spielorte (z.B. neutraler Platz), Renndistanzen, usw. auszuweisen. Sollten Zusatzangaben trotzdem gemacht werden, erfolgen diese ohne Gewähr und haben keinen Einfluss auf die Bewertung der Wetten. Gleiches gilt für alle Arten von Statistiken, Tabellen und Livescores. Für Übertragungs- oder Druckfehler auf Quotenmonitoren oder Wettprogrammen übernimmt der Wetthalter bzw. der Wettvermittler keine Haftung.

6. Ein einseitiges Rücktrittsrecht des Wettkunden nach Abschluss des Wettvertrages ist ausgeschlossen. Das Unternehmen ist berechtigt, bei Verdacht auf Manipulationen oder Wettbetruges die entsprechenden Wetten (auch nachträglich) zu stornieren mit der Rechtsfolge, dass der Einsatz der getätigten fraglichen Wetten zurückbezahlt und der Kunde von weiteren Wetten ausgeschlossen wird. Der Verdacht auf Manipulation bzw. Wettbetrug ist insbesondere dann gegeben, wenn zum Beispiel ein oder mehrere der nachfolgenden Kriterien erfüllt sind:

  • Wetteinsätze auf Wettereignisse mit ungewöhnlichem Ausgang
  • Wetteinsätze mit ungewöhnlich hohen Auszahlungsergebnissen
  • Kombinationswetten auf ungewöhnliche Spiele / Ligen
  • gestaffelte Wetten mit gleichen oder auffällig abgewandelten Kombinationen
  • Wetten, die auf eine Wettgemeinschaft schließen lassen und in zeitlichem und inhaltlichem Zusammenhang stehen

7. Die Auszahlung des Wettgewinnes erfolgt ausnahmslos gegen Rückgabe des Original-Wettscheines. Den Wetthalter bzw. den Wettvermittler trifft für jedweden Verlust oder Beschädigung (Zerstörung) des Wettscheines keine wie immer geartete Haftung oder Zahlungsverpflichtung. Ihn trifft auch keine Verpflichtung, die Berechtigung des Wettscheininhabers zu überprüfen. Sollte der Verdacht bestehen, dass der Wettscheininhaber unrechtmäßig in den Besitz des Wettscheins gelangt ist, kann sowohl der Wetthalter als auch der Wettvermittler die Auszahlung solange verweigern, bis die Berechtigung des Wettscheininhabers voll umfänglich geklärt ist. Bei Wetten, die auf Kundenkonten gebucht werden, ersetzt die im System des Wettveranstalters verzeichnete Buchung auf dem Kundenkonto den Wettschein. Der Wettschein, der dem Kunden ausgehändigt wird, wenn die Wette über die Kundenkarte / das Kundenkonto gebucht wird, ist in diesem Fall nur noch eine informative Quittung über die abgegebene Wette und keine Grundlage für den Auszahlungsanspruch. Wettgewinne werden dem Spielkonto nach endgültiger Bewertung der Spielereignisse automatisch gutgeschrieben. Der Kunde kann gegen Vorlage der Kundenkarte jederzeit Teilbeträge oder das gesamte Guthaben seines Spielkontos zur Auszahlung bringen lassen. Den Wetthalter bzw. den Wettvermittler trifft für jedweden Verlust einer Kundenkarte oder die Weitergabe von Kundenkarten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten keine wie immer geartete Haftung oder Zahlungsverpflichtung. Es obliegt alleine dem Kunden, die Kundenkarte und die Zugangsdaten zu seinem Kundenkonto vor Zugriffen Dritter zu schützen.

8. Werden Wettscheine nicht innerhalb von 90 Tagen ab dem, auf die Beendigung des letzten Wettereignisses folgenden Tag vorgelegt, so erlischt der Anspruch des Wettkunden auf Auszahlung. Reklamationen, gleich welcher Art, müssen spätestens 30 Tage nach der Beendigung des letzten gewetteten Ereignisses bei IBA Entertainment Limited, schriftlich vorliegen.

9. Der Wetthalter kann sich die Auszahlung des Wettgewinnes bis 10 Tage nach der Vorlage des Wettscheines vorbehalten. In jedem Fall kann der Wetthalter die Auszahlung eines Wettgewinnes davon abhängig machen, dass der Kunde einen gültigen Lichtbildausweis vorlegt.

10. In nachstehenden Fällen ist eine Einzelwette ungültig und der Einsatz wird zurückgezahlt, bzw. ist die Wette Teil einer Kombinationswette oder Systemwette, wird sie als gewonnen mit der Quote 1,00 gewertet:
a) Wenn das Wettereignis nicht wie auf dem Wettschein angegeben stattfindet (falscher Teilnehmer).
b) Wenn das Wettereignis abgesagt oder verschoben wird und nicht innerhalb 24 Stunden nach dem ursprünglichen Termin nachgeholt (gestartet) wird.
c) Wenn das Wettereignis auf einen Termin verschoben wird, der nicht innerhalb der nächsten 24 Stunden liegt. Ist das Wettereignis jedoch Teil eines Turniers (Tennisturnier, Olympische Spiele, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, etc.) behalten die Wetten auch nach Ablauf der 24 Stunden ihre Gültigkeit.
d) Wenn ein Wettereignis abgebrochen wird, ohne dass unmittelbar nach dem Abbruch eine offizielle Wertung durch den Schiedsrichter/Schiedsgericht erfolgt. Sollte das abgebrochene Ereignis innerhalb der nächsten 24 Stunden nach Abbruch fertig gespielt werden, behalten die Wetten allerdings ihre Gültigkeit. Wetten behalten auch nach Ablauf der 24 Stunden ihre Gültigkeit, wenn das Wettereignis ein Teil eines Turniers (Tennisturnier, Olympische Spiele, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, etc.) ist und in dessen Rahmen fertig gespielt wird.
e) Wetten, deren Wettinhalt bereits vor dem Spielabbruch entschieden wurden (unter/über, 1. Halbzeit, Satzwetten, erstes Tor, etc.) sind von dieser Regelung ausgenommen und werden in jedem Falle gewertet.
f) Wenn der Wettabschluss nach dem tatsächlichen Beginn des der Wette zugrundeliegenden Ereignisses stattfindet. Dies gilt allerdings nicht für jene Wetten, die aufgrund ihrer Art vom Unternehmen laufend auch nach Beginn des Ereignisses angeboten werden, z.B. Langzeitwetten auf Sieger oder Live-Wetten, die eben auch noch nach Beginn eines Ereignisses abgeschlossen werden können.
g) Wenn ein Ereignis Unentschieden/Remis endet, obwohl keine Quote für Unentschieden/Remis angeboten wurde (z.B. Baseball Freundschaftsspiele, American Football, etc.).
h) Wenn ein offensichtlicher Quotenfehler (z.B. vertauschte Quoten, versetzte Kommastelle, etc.) vorliegt. Dies trifft zu, wenn eine Quote zum Zeitpunkt der Wettabgabe im Vergleich zum Marktdurchschnitt aller anderen Wettanbieter offensichtlich viel zu hoch oder zu niedrig lag. i) Wenn zum Zeitpunkt der Wettannahme aufgrund eines technischen Defektes auf Seiten des Wetthalters oder eines Dritten dessen sich der Wetthalter zur Erfüllung seiner Aufgaben bedient, eine fehlerhafte Quote Grundlage des Wettvertrages wird.

11. Bei Spielen mit Heimrecht (Ligaspiel, Pokalspiel, internationaler Wettbewerb, etc.) ist die an erster Stelle auf dem Wettschein genannte Mannschaft immer die Heimmannschaft. Bei Turnieren gilt diese Regelung nicht, hier tritt auch die gastgebende Mannschaft ohne Heimrecht an. Trägt die Mannschaft mit Heimrecht das Spiel – aus welchen Gründen auch immer – auf einer anderen Sportanlage aus, behalten alle Wetten ihre Gültigkeit, es sei denn, das Heimrecht wurde vom zuständigen Verband gedreht.

12. Für die Bewertung des Wettausgangs gelten insbesondere folgende Regelungen:
a) Maßgeblich sind einzig und allein die unmittelbar nach Beendigung des Wettereignisses vom zuständigen Schiedsrichter oder Verband bekanntgegebenen Ergebnisse. Nachträgliche Änderungen des Klassements (z.B. Entscheidungen „am grünen Tisch“) sind für die Bewertung der Wetten ohne Belang.
b) Es ist das Ergebnis nach regulärer Spielzeit (+ eventueller Nachspielzeit) maßgebend. Etwaige Verlängerungen oder Elfmeterschießen usw. haben daher keinen Einfluss auf den Wettvertrag, außer die Vertragsteile haben davon Abweichendes durch Vermerk in den Aufzeichnungen des Wetthalters vereinbart (z.B. Turniersieger, Wer kommt weiter, inkl. Verlängerung, etc.) oder es sind unter „Punkt II. Besondere Regelungen für einzelne Sportarten und andere Angebote“ des hier vorliegenden Dokuments abweichende Regelungen aufgeführt.
c) Bei Turnieren mit K.O. System in Einzelsportarten (Tennis, Darts, Snooker, etc.) werden bei Abbruch (Verletzung, etc.) alle Wetten als abgesagt und gewonnen mit der Quote 1,0 gewertet. Wetten, deren Wettinhalt bereits vor dem Spielabbruch entschieden wurden (unter/über, 1. Satz, etc.) sind von dieser Regelung ausgenommen und werden in jedem Falle gewertet.

13. Bei „toten Rennen“ (zwei oder mehrere gleich platzierte Teilnehmer) werden die Auszahlungen entsprechend geteilt (z.B.: Wetteinsatz 100, Quote auf den Sieger: 1,8, ergibt eine Wettauszahlung von 180, bei zwei Siegern beträgt die Auszahlung daher 90, bei drei Siegern 60). Ausnahme: „Head-to-Head“ („Wer vor Wem“) Wetten (siehe Regeln zu „Head-to-Head“).

14. Findet das Wettereignis nach Maßgabe dieser Allgemeinen Wettbestimmungen statt, und tritt ein Teilnehmer oder eine Mannschaft zu einem Wettbewerb nicht an, so bleibt der Wettvertrag aufrecht („play or pay“); dies bedeutet, dass eine auf einen Nichtteilnehmer oder auf eine nicht teilnehmende Mannschaft platzierte Wette für den Kunden als verloren gilt.

15. Regelungen für „Head-to-Head“ („Wer vor Wem“):
a) Als Sieger wird der Teilnehmer gewertet, der im offiziellen Klassement den besseren Platz belegt. Sollte ein Teilnehmer vorzeitig im Wettbewerb ausfallen, sind die Wetten auf diesen Teilnehmer verloren und der andere wird als Sieger gewertet.
b) Wenn einer oder beide Teilnehmer nicht am Wettbewerb oder Turnier teilnehmen, werden alle Wetten auf dieses Duell abgesagt.
c) Erzielen beide Teilnehmer die gleiche Platzierung im offiziellen Klassement, so wird das Duell unentschieden gewertet. Gleiches gilt auch für einen vorzeitigen Ausfall beider Teilnehmer. Sollte kein Unentschieden angeboten sein, werden alle Wetten auf diese Duelle abgesagt.
d) Qualifiziert sich ein Teilnehmer im Verlaufe eines Wettkampfes nicht für den nächsten Durchgang (z.B. Skispringen, Ski Alpin, etc.) oder tritt zum nächsten Durchgang nicht mehr an, gilt er als ausgefallen.
e) Sollte ein Teilnehmer ausfallen, aber im offiziellen Klassement als platziert geführt werden (z.B. Formel 1), gilt dieser Teilnehmer als nicht ausgefallen.
f) In Turnieren mit K.O.-System (Tennisturniere, etc.) gilt der Teilnehmer als Sieger, der im Wettbewerb weiterkommt (2. Runde vor 1. Runde, Viertelfinale vor Achtelfinale, etc.), bzw. im Endklassement den besseren Rang erreicht (Sieger Finale vor Verlierer Finale, etc.). Wenn ein qualifizierter Teilnehmer zur nächsten Runde nicht antritt, gilt diese trotzdem als erreicht.

16. Der Höchstgewinn pro Wettschein beträgt 50.000,- Euro (fünfzigtausend Euro). Dieser Betrag gilt auch als höchster Gesamtgewinn bei Kombi- und Systemwetten. Der wöchentliche Höchstgewinn pro Kunde beträgt 100.000,- Euro (einhunderttausend Euro) und zwar unabhängig von der Anzahl der getätigten Wetten. Gewinne oberhalb dieses Betrags verfallen. Entscheidend für die Berechnung des wöchentlichen Gesamtgewinns sind dabei die addierten Gewinne der vom Kunden bezahlten Wettscheine. Bei nicht personalisierten Wetten spielt es also keine Rolle wer die gewonnenen Wettscheine in seinem Besitz hat, sondern wer die Wettscheine bezahlt hat. Der Höchstgewinn kann von Filiale zu Filiale variieren, in jedem Fall ist er nicht höher als 250.000,- Euro (zweihundertfünfzigtausend Euro) und auf dem Wettschein bei jeder Wette ausgewiesen. Dies gilt in diesem Fall auch als wöchentlicher Höchstgewinn.

17. Es ist unzulässig, identische Wetten abzugeben. Identische Wetten sind zum Beispiel gestaffelte Wetten mit gleichen oder auffällig abgewandelten Kombinationen. Identische Wetten können nach Überprüfung des jeweiligen Einzelfalles durch den Wettveranstalter storniert werden. Die Entscheidung über die Stornierung der identischen Wetten liegt im Ermessen des Wettveranstalters.

18. Bei allen Ein- und Auszahlungen auf Kundenkarten, sowie Wettscheinabgaben und Gewinnauszahlungen ab einer Summe von 2.000,- Euro muss der Kunde gültige Ausweisdokumente vorlegen und seine Ausweisdaten müssen über das Kassensystem durch Registrierung und Ausgabe einer Kundenkarte vollständig erfasst werden. Dies gilt unabhängig davon ob der Wert von 2.000,- Euro einzeln oder in Summe erreicht wird. Die Identifizierung, sowie die Überwachung aller Transaktionen ist gesetzlich vorgeschrieben.
Der Wettveranstalter ist gesetzlich verpflichtet, auffällige Transaktionen zusammen mit den Kundendaten an die zuständige Behörde zu melden. Bei Geldwäscheverdacht können Kundenkonten gesperrt und/oder geschlossen werden.

19. LIVE-WETTEN: Für Livewetten gelten neben den allgemeinen Wettbestimmungen die „Zusätzlichen Regelungen für LIVE-Wetten“.

20. Sollte eine der vorstehenden Klauseln ganz oder teilweise unwirksam sein, berührt dies nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen; der Wettvertrag an sich bleibt wirksam. Bei Unwirksamkeit einer Klausel sind die Parteien verpflichtet, eine jeweils dem Sinngehalt der unwirksamen Klausel nahekommende Regelung zu treffen. Soweit einzelne Bestimmungen unwirksam sein sollten, richtet sich der Inhalt des Wettvertrages nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 306 I und II BGB).

II. Besondere Regelungen für einzelne Sportarten und andere Angebote

Sportarten

1. Baseball
a) Wird ein Spiel auf einen anderen Tag verschoben (Ortszeit des Austragungsortes), wird das Ereignis abgesagt und alle Wetten auf dieses Ereignis mit der Quote 1,00 als gewonnen bewertet. Dies gilt auch, wenn ein Spiel unterbrochen wird und erst am nächsten Tag (Ortszeit des Austragungsortes) fertig gespielt wird.
b) Sollten mehrere Spiele zweier gleicher Mannschaften am selben Tag (Ortszeit des Austragungsortes) angesetzt sein, beziehen sich die Wetten jeweils auf das Spiel mit der zutreffenden offiziellen Startzeit (Annahmeschluss im Wettprogramm).
c) Sollte bei einem Ereignis die startenden Pitcher (Werfer) angegeben sein und diese nicht für das jeweilige Team beginnen, wird das Ereignis abgesagt und alle Wetten auf dieses Spiel als gewonnen mit der Quote 1,00 bewertet.

2. Boxen
Der Kampf wird als in der vorherigen Runde beendet gewertet, wenn ein Boxer zur nächsten Runde nicht mehr antritt.

3. Fußball
Sollte ein Spiel abgebrochen werden, weil eine Mannschaft – aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr über ausreichende Spieler auf dem Feld verfügt (in der Regel 7 inkl. Torhüter), so gilt das Spiel als abgesagt. Wetten, deren Wettinhalt bereits vor dem Spielabbruch entschieden wurden (über/unter, 1. Halbzeit, erstes Tor, etc.) sind von dieser Regelung ausgenommen und werden in jedem Falle gewertet. Bei Wetten auf Torschützen muss der gewettete Spieler von Beginn an spielen, ansonsten ist die Wette ungültig und wird als abgesagt bewertet, Eigentore zählen bei dieser Wettart nicht.

4. Basketball
Sämtliche Wetten auf Basketballspiele werden mit dem Resultat nach etwaiger Verlängerung bewertet.

5. American Football
Sämtliche Wetten auf American Football Spiele werden mit dem Resultat nach etwaiger Verlängerung bewertet.

6. Wintersport
Sollte ein Ereignis auf einen anderen Tag (Ortszeit des Austragungsortes) verlegt werden, so wird das Ereignis abgesagt. Ausnahme ist, wenn das Ereignis Teil von Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften ist und in dessen Rahmen nachgeholt wird.

7. Konferenzwetten
Maßgebend für die Bewertung bei Konferenzwetten (z.B. Wo fällt das erste Tor in der TV-Konferenz, etc.) ist ausschließlich das Ereignis (z.B. Tor), welches als nächstes in der TV-Konferenz von Sky Deutschland im Bild gezeigt wurde. Sollte es keine TV-Konferenz geben, oder gewisse Spiele und Tore von der TV-Konferenz unvorhergesehen ausgeschlossen werden (z.B. letzte Spieltage Bundesliga, etc.) werden für die Bewertung der Wetten nicht das Livebild, sondern die genauen Uhrzeiten der Ereignisse (z.B. Tore) herangezogen. Dies erfolgt mit Hilfe eines Statistikanbieters nach Wahl des Wetthalters.

8. Trainerwetten
Alle Wetten auf die Beendigung der Trainertätigkeit bei einem Verein (Am letzten Spieltag noch als Cheftrainer im Amt?) werden als abgesagt und gewonnen mit Quote 1,0 bewertet, wenn diese am Tag der Wettabgabe bekannt gegeben wird.

9. Minutenwetten
Bei Wetten auf bestimmte Spielabschnitte (z.B. erste 10 Minuten) oder Minuten (z.B. Tor in welcher Minute, etc.) sind für die Bewertung immer die Aufzeichnungen des Wetthalters entscheidend. Dieser wird bei knappen Entscheidungen entweder die Spielzeit auf dem TV-Bild oder ein Statistikunternehmen seiner Wahl zu Rate ziehen. Es gilt dabei folgende Regel: 00:00 bis 01:00 ist 1. Minute, 01:01 bis 02:00 ist 2. Minute, usw. Eine Wette auf die ersten 10 Minuten endet z.B. damit bei 10:00 Minuten. Ein Tor bei z.B. 34:52 Minuten ist in der 35. Minute gefallen.

10. Spezialwetten Spieltag/Wochentag
Bei Wetten auf ganze Spieltage (z.B. Anzahl Tore Bundesliga, etc.) oder Wochentage (z.B. Anzahl Tore Champions-League Mittwoch, etc.) gilt die Regel, dass jedes abgesagte oder abgebrochene Spiel mit dem Ergebnis 1:1 gewertet wird. Werden 3 oder mehr Spiele abgesagt oder abgebrochen, werden alle Wetten als „abgesagt“ bewertet.

11. Powerkombi
Werden ein oder mehrere Ereignisse, die Teil einer Powerkombi sind, abgesagt und nicht innerhalb von 24 Stunden nach dem ursprünglichen Termin nachgeholt, wird die Powerkombi als Einzelwette oder als Teil einer Kombinationswette oder Systemwette, als gewonnen mit der Quote 1,00 gewertet.

III. Zusätzliche Regelungen für LIVE – Wetten

Livewetten oder auch sogenannte In-Play-Wetten werden auf vom Wetthalter ausgesuchte Spiele/Ereignisse angeboten. Es handelt sich um eine Livewette, wenn das Spiel/Ereignis bei Wettabgabe bereits gestartet ist. Kombinations- und Systemwetten gelten als Livewette, wenn mindestens ein Teil davon eine Livewette ist.

1. Zusätzlich zu den Regelungen in den Allgemeinen Wettbestimmungen ist eine Livewette ungültig und der Einsatz wird zurückgezahlt, wenn auf dem Wettschein ein falscher Spielstand ausgewiesen ist. Ist die Wette Teil einer Kombinations- oder Systemwette, wird sie als gewonnen mit der Quote 1,00 gewertet. Im Zweifel, ob ein Spielstand richtig oder falsch war, wird der Wetthalter die Aufzeichnungen seiner Statistikdienstleister zum Vergleich heranziehen. Ebenso ist eine Livewette ungültig und der Einsatz wird zurückgezahlt, wenn ein gegebener Platzverweis nicht auf den Quotenmonitoren angezeigt wurde. Dies gilt ebenso bei offensichtlich vertauschten oder fehlerhaften Quoten.

2. Grundsätzlich gilt, dass keine Stornierung einer Livewette möglich ist. In bestimmten Ausnahmefällen ist für die Kassenkraft eine Stornierung innerhalb weniger Sekunden nach der Wettannahme möglich. Eine Stornierung innerhalb dieses Zeitraums liegt ausschließlich im Ermessen der Kassenkraft und des Wetthalters, der diese technische Voreinstellung vornimmt. Der Wetthalter kann die Voreinstellung einer kurzen Stornozeit nach seinem Ermessen jederzeit ändern oder ganz sperren.

3. Für die Wettabgabe sind vom Kunden die ausgelegten Wettkarten zu verwenden. Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung für die Richtigkeit der ausgefüllten Wettkarte. Die Kassenkraft hat keinerlei Verpflichtung die Wette auf Wunsch des Kunden abzuändern. Sollte die Kassenkraft auf Wunsch des Kunden trotzdem eine Änderung – egal welcher Art – vornehmen, trägt der Kunde die alleinige Verantwortung dafür. In jedem Fall muss der gespeicherte Wettschein vom Kunden bezahlt werden. Sollte der Kunde auf das Ausfüllen einer Wettkarte gänzlich verzichten und eine sogenannte Ansagewette tätigen, gilt diese Regelung ebenso. Die Kassenkraft trägt keinerlei Verantwortung für fehlerhafte Eingaben, egal aus welchem Grund diese zustande kommen. In jedem Fall hat der Kunde die gespeicherte Wette zu bezahlen.

4. Bei Abgabe der ausgefüllten Wettkarte durch den Kunden an die Kassenkraft hat diese zudem das Recht auch bereits die Bezahlung der Wette entgegenzunehmen. Gleiches gilt bei einer Ansagewette. Die Kassenkraft kann bei einer Weigerung des Kunden die Annahme der Wette ohne weitere Erklärung ablehnen.

5. Es besteht keinerlei Verpflichtung des Wetthalters, Livespiele von Spielbeginn bis zum Ende anzubieten. Das Livewettenangebot kann vielmehr vom Wetthalter jederzeit ohne Angabe von Gründen verändert werden. Spiele können sowohl vor Spielbeginn als auch nach Spielbeginn aus dem Programm genommen oder zur Wettannahme gesperrt werden. Dies kann aus technischen Gründen (z.B. Bildausfall, fehlendes TV Bild, abgebrochener Kontakt ins Stadion, etc.) erfolgen, aber auch aus sonstigen Erwägungen des Wetthalters (zuviel Angebot, auffällig einseitiger Spielverlauf, usw.).

IV. Zusätzliche Regeln für Cashout

1. Das sogenannte Cashout, also das vorzeitige Beenden einer Wette vor Eintritt des bewetteten Ereignisses, steht für ausgewählte Wettmöglichkeiten zur Verfügung. Der Wetthalter garantiert nicht, dass für bestimmte Wetten eine Cashout-Möglichkeit zur Verfügung steht und kann die Cashout-Möglichkeit sowie die Höhe des Cashout-Betrages jederzeit verändern, reduzieren oder ganz einstellen.
Die Auswahl der Sportarten, Spiele und Wettmärkte in denen ein Cashout möglich ist und vom Kunden vorgenommen werden kann, legt der Wetthalter nach freiem Ermessen fest.
Der Cashout-Betrag wird vom Wetthalter nach seinem Ermessen festgelegt. Der an der Kasse bzw. im Terminal angezeigte Cashout-Betrag ist stets freibleibend und jederzeit frei veränderbar. Das Angebot wird durch den Wetthalter erst dann wirksam angenommen, wenn der Cashout-Betrag im Wettsystem verbucht wurde. Die Bearbeitung des Cashouts erfolgt zeitverzögert. Die Cashout-Möglichkeit kann auch für einen Teilbetrag des ursprünglichen Wetteinsatzes genutzt werden, die ursprüngliche Wette wird dadurch entsprechend reduziert.
Der Mindest-Cashout-Betrag wird mit 1 Euro festgelegt.

2. Durch Abgabe des Cashout-Angebotes erklärt sich der Kunde einverstanden, die Wette vorzeitig ganz oder anteilig zu beenden. Es gibt keinerlei Möglichkeit für den Kunden, ein Cashout oder teilweises Cashout rückgängig zu machen.

3. Wenn das Cashout-Angebot erfolgreich im System des Wetthalters angenommen wurde, wird die Wette sofort abgerechnet und der Cashout-Betrag dem Kundenkonto gutgeschrieben.

4. Wetten, die durch Cashout beendet wurden, werden nicht für Umsätze zur Erlangung von irgendwelchen Boni oder Aktionen, die mit bestimmten Umsatzvorgaben verbunden sind, angerechnet. Dies gilt bei teilweisem Cashout entsprechend anteilig.

5. In den nachstehenden Fällen ist ein Cashout ungültig und der Cashout-Betrag wird zurückgebucht:
a. Wenn das Wettereignis nicht wie auf dem Wettschein angegeben stattfand
b. Wenn ein offensichtlicher Quotenfehler bei der Wettabgabe vorlag
c. Wenn zum Zeitpunkt des Cashouts auf Grund eines technischen Defekts eine fehlerhafte Quote Grundlage der Cashout-Berechnung war
6. Ist das Cashout aus technischen oder sonstigen Gründen nicht verfügbar, haftet der Wettveranstalter dafür nicht. In diesen Fällen werden die Wetten nach Maßgabe der Endergebnisse abgerechnet.

Diese allgemeinen Wettbestimmungen gelten ab dem 28.09.2020

IBA Entertainment Limited
Cornerstone Business Centre – Level 1-Suite B
16 September Square
MST1180 Mosta
Malta